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Darm Hirn Achse und Vagusnerv

Was das Mikrobiom mit dem psychischen Wohlbefinden zu tun hat.

Darm und Gehirn stehen konstant in Kontakt, dieses wechselseitige Kommunikationssystem wird als die Mikrobiota-Darm-Hirn-Achse bezeichnet. Diese Achse besteht aus hormonellen Regelkreisen, dem Vagusnerv und Immunsystem.


In diesem Blogartikel wollen wir uns einmal genauer anschauen, wie die Darm-Hirn-Achse funktioniert und wie psychisches Wohlbefinden und Darmgesundheit in Zusammenhang stehen.


Darm-Hirn-Achse

Übersicht


Darm-Hirn-Achse und ihr Einfluss auf unsere Darmgesundheit und psychisches Wohlbefinden

Die Darm-Hirn-Achse bildet einen wechselseitigen Regelkreis, über welchen Darm und Gehirn in laufendem Austausch stehen. Bereits vor einigen Jahren konnte man feststellen, dass Menschen mit psychischen Erkrankungen eine weniger diverse Zusammensetzung des Darmmikrobioms aufweisen, verglichen mit psychisch gesunden Personen. Dies kann aus mehreren Gründen ungünstig sein.


Nährstoffe als wichtige Co-Faktoren für die Synthese von Serotonin

Unsere Darmbakterien spielen eine wichtige Rolle in der Verstoffwechselung der aufgenommenen Nahrung und können damit im ungünstigen Fall zu einer verschlechterten Nährstoffaufnahme beitragen. Wir benötigen Nährstoffe aber z.B, auch um Botenstoffe für unsere Gehirn herzustellen, darunter auch Serotonin - unser Glückshormon. Führen wir über die Ernährung also zu wenig an bestimmten Nährstoffen wie Zink, Folsäure, Vitamin D, C, B3, B12, Magnesium, Omega 3-Fettsäuren und Eisen zu, dann fehlen wichtige Co-Faktoren für die Synthese von Serotonin.


Ob man es glaubt oder nicht - viele Menschen ernähren sich mangelhaft. Sie führen zwar ausreichend Energie in Form von Kalorien zu, aber essen aber schlicht viel zu nährstoffarm. Ein weiterer Grund können eine erhöhte Stressbelastung und/oder die schlechte Aufnahme von Nährstoffen sein.


Der Vagusnerv - die Verbindung von Psyche und Körper

Der Vagusnerv besteht aus einem feinen Nervengeflecht und ist grundlegend für die Verbindung von Psyche und Körper. Diese Nerven reagieren auf eine Vielzahl an Reizen. So kann er beispielsweise das, was wir essen, unsere Darmbakterien und deren Stoffwechselprodukte wahrnehmen. Innerhalb von Millisekunden leitet er diese Informationen an das Gehirn weiter. Dafür verantwortlich sind die sogenannten Neuropods, darunter versteht man spezialisierte Zellen des Darms.


Auf der anderen Seite beeinflusst unsere Psyche über den Vagusnerv aber auch unseren Darm und seine Bewohner. Der Vagusnerv ist ein wichtiger Teil des autonomen Nervensystems, das viele lebenswichtige Körperfunktionen reguliert, darunter Herzfrequenz, Atmung und eben auch unsere Verdauung.


So steuert er beispielsweise die Kontraktionen der Muskeln in Magen und Darm, was für eine gut funktionierende Verdauung wichtig ist. Darüber hinaus reguliert er zudem auch die Sekretion der Magensäure und diverse Verdauungsenzyme.


Wenn der Vagusnerv nicht gut funktioniert, kann dies unser Wohlbefinden massiv beeinträchtigen. Dazu zählen Verdauungsbeschwerden, erhöhtes Stressempfinden, gesteigerte Entzündungsreaktionen und damit einhergehend eine Störung der Darmbarriere ("Leaky Gut").


Wie der Vagusnerv beeinflusst und gestärkt werden kann

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, den Vagusnerv zu stimulieren und zu stärken.


Hier eine kurze Übersicht einiger Methoden:

  • Tiefe Bauchatmung: Langsame und tiefe Atemzüge aktivieren den Vagusnerv und fördern eine beruhigende Wirkung auf den Körper. Versuchen Sie, regelmäßig bewusst tief in den Bauch zu atmen.

  • Akkupressur und Massage: Bestimmte Punkte am Körper können stimuliert werden, um den Vagusnerv zu aktivieren. Dies kann durch sanfte Massage oder Akupressur erreicht werden, insbesondere im Bereich des Halses und hinter den Ohren.

  • Vokale Übungen: Singen, Summen und andere vokale Übungen können den Vagusnerv aktivieren, da sie die Muskeln im Bereich des Kehlkopfes und des Rachens stimulieren.

  • Kälteanwendungen: Das Eintauchen des Gesichts in kaltes Wasser oder das kalte Duschen kann den Vagusnerv stimulieren und eine beruhigende Wirkung auf den Körper haben.

  • Yoga, Meditation und Entspannungsübungen: Praktiken wie Yoga und Meditation können den Vagusnerv stimulieren, indem sie den Körper in einen entspannten Zustand versetzen und die Herzfrequenz senken.


Vagusnerv und Darmgesundheit










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